13 May, 2026

Strategie für die Zukunft: Prof. Stefan Kornhuber stärkt künftige Zusammenarbeit mit der Deutsch-Mongolischen Hochschule

Professor Kornhuber nutzte seinen viertägigen Aufenthalt im März in der Mongolei, um sich ein umfassendes Bild von den Schwerpunkten im Fachbereich Elektroingenieurwesen an der Deutsch-Mongolische Hochschule für Rohstoffe und Technologie (DMHT) zu machen. Zudem gab es wertvolle Einblicke in zentrale Institutionen der Energie- und Bildungslandschaft der Mongolei.

Im Rahmen des Strategie-Aufenthalts wurden mit Dekan Professor Sunchil Lee, Professor Ariunbolor Purev sowie der akademischen Lehrkraft Nikita Abramov die Weichen für ein Laborpraktikum gestellt: Im Oktober 2026 werden zehn Studierende der DMHT an der Hochschule Zittau/Görlitz praktische Erfahrungen sammeln. Darüber hinaus hielt Professor Kornhuber eine Fachvorlesung zum Thema „Hochspannungsforschung in Zittau – mit besonderem Fokus auf DC-Verteilnetze“.

Moderne Kraftwerke und historische Infrastruktur

Ein Höhepunkt des Programms war der Besuch des Kraftwerks Nummer 4 in Ulan Bator. Gemeinsam mit einer Delegation der DMHT informierte sich Professor Kornhuber über die technischen Modernisierungen des Kohlekraftwerks seit den 1990er Jahren. Besonders spannend: Die Integration von westlichen Technologien in die bestehende sowjetische Infrastruktur, die eine schrittweise Modernisierung ermöglicht. Die Führung durch die Kohleanlieferstation, das Trainingszentrum, die Produktionshalle und die Leitstelle zeigte, wie aus Alt Neu wird.

Foto: GIZ GmbH

Foto: GIZ GmbH

Bildung als Schlüssel für die Zukunft

Ein weiterer wichtiger Stopp führte zur Polytechnischen Schule in Nalaikh. Als eine von nur zwei Schulen in der Mongolei mit dualer Ausbildung ist sie ein zentraler Baustein für die Fachkräftesicherung in der Region. Besonders interessant: Die Schule liegt direkt neben der DMHT – eine perfekte Verbindung von Theorie und Praxis.

Pilotprojekte für die Energiewende

In einem abschließenden Austausch mit der DMHT-Delegation und dem Bürgermeister Nayanbayar Dashzeveg von Nalaikh wurden nicht nur bestehende Pläne diskutiert, sondern auch neue Ideen für die Energiezukunft entwickelt. So wurde etwa der Bau eines Kohlekraftwerks mit Nahwärmenutzung thematisiert – doch schnell wurde klar: Die wachsende Gemeinde braucht mehr. Der Bürgermeister betonte daher das Interesse an Pilotanlagen für alternative Energien, um die Versorgung langfristig nachhaltig zu gestalten.

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